Aktuelles zu Corona

Brief des Kultusministers zum Schulstart (vom 24.08.2021)

Sehr geehrte Eltern,
sehr geehrte Erziehungsberechtigte,
rechtzeitig vor Schulbeginn möchte ich Sie über die Planungen für das kommende Schuljahr
informieren, um Ihnen frühzeitig Planungs- und Handlungssicherheit zu geben. In den letzten
Wochen haben wir hierfür die Entwicklungen bei der Infektionslage und der Impfquote sowie die
Erfahrungen der anderen Bundesländer, die bereits ins neue Schuljahr gestartet sind,
ausgewertet.
In Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt soll für den Schulstart
grundsätzlich überall das Szenario A plus Testen, Maske, Lüften und Hygienepläne gelten, um
maximale Präsenz bei maximaler Sicherheit zu ermöglichen. Das vergangene Schuljahr hat den
Schülerinnen und Schülern und Ihnen als Erziehungsberechtigten sehr viel abverlangt. Mit
unserem breit angelegten Aktionsplan wollen wir alle Schülerinnen und Schüler erreichen, daher
gilt es auch den Präsenzbetrieb in der Schule zu schützen.
Damit dies dauerhaft gelingt, ist für den Beginn des 1. Schulhalbjahres 2021/2022 ein besonderes
Sicherheitsnetz zum Schulstart geplant: So sind nach den Ferien für die ersten sieben
Schultage tägliche Testungen (02.09.21 bis 10.09.21) zu Hause vorgesehen. Anschließend wird
die regelmäßige Testfrequenz von bisher zwei auf dann drei Testungen pro Woche erhöht,
regelhaft am Montag, Mittwoch und Freitag. Ausgenommen sind vollständig geimpfte und
genesene Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte.
Weiterhin ist für die Dauer der Corona-Verordnung (bis zum 22.09.21) das Tragen einer Mund-
Nasen-Bedeckung im Gebäude und im Unterricht für alle Jahrgänge verpflichtend. Wie in
anderen Lebensbereichen (z.B. ÖPNV) müssen dabei Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren
eine medizinische Maske als Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Selbstverständlich sind wie bisher auch Tragepausen im Laufe eines Schultages vorzusehen, z.B.
während der Pausen im Freien. Wir geben den Schulen exakte Vorgaben, damit die Maske
regelmäßig abgesetzt werden kann, gleichzeitig aber maximaler Schutz gewährleistet ist. Vor
allem für die Schulanfängerinnen und Schulanfänger sowie für Schülerinnen und Schüler mit
Beeinträchtigungen und Unterstützungsbedarfen habe ich die Schulen um einen sensiblen
Umgang mit dem Thema MNB gebeten. Dabei vertraue ich dem pädagogischen Geschick der
Lehrkräfte, dass im Rahmen der allgemeinen Eingewöhnung in den Schulalltag eine gute Lösung
gefunden wird. Es gilt der Grundsatz: Je jünger, desto mehr Tragepause.

Ein landesweiter Wechsel in ein Szenario B oder C ist nicht mehr vorgesehen. Bei
Infektionsausbrüchen an Schulen wird künftig das zuständige Gesundheitsamt – soweit das nötig
ist – schulscharfe Infektionsschutzmaßnahmen anordnen.
Zum neuen Schuljahr wird es wiederum die Möglichkeit geben, sich vom Präsenzunterricht
befreien zu lassen, wenn Schülerinnen und Schüler zur vulnerablen Personengruppe gehören
und zwar immer dann, wenn vom Gesundheitsamt für einen bestimmten Zeitraum eine Infektionsschutzmaßnahme an der Schule verhängt wurde (für die Dauer der Maßnahme), oder die Schülerin oder der Schüler die Schuljahrgänge 1-6 besucht oder einen Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung, körperlich und motorische Entwicklung oder Hören und Sehen aufweist, oder Schülerinnen und Schüler sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.
Das entsprechende Formular für einen Antrag wird heute an die Schulen übersandt. Auch
Hinweise, was Sie bei der Rückkehr von Auslandsreisen beachten müssen, werden Sie von den
Schulen bekommen. Ich bitte Sie im Interesse der gesamten Schulgemeinschaft darum, sich
hieran auch sehr eng zu orientieren.

Bis zum Schulstart wünsche ich Ihnen und Ihren Familien noch schöne Sommerferien.
Alles Gute für Sie und bleiben Sie bitte gesund!
Mit freundlichen Grüßen
Grant Hendrik Tonne

Quelle